Feb 17

Die EBM hat endlich dem öffentlichen Druck nachgegeben und wird ihre Beteiligung am Kohlekraftwerk in Brunsbüttel verkaufen. Damit ist zwar das Kraftwerksprojekt noch nicht gestorben, doch zumindest muss es ohne Beteiligung aus der Nordwestschweiz realisiert werden. Eigentlich könnte man sich jetzt richtig über die EBM freuen. Wenn nicht ihr CEO schon wieder verbal entgleisen würde. Ich habe ihm noch nicht vergessen, dass er in einem Zeitungsinterview und an einem Apéro mit LandrätInnen verlauten liess: „Die Landräte werden auch immer jünger und dümmer“.

Dieses Mal trifft die Entgleisung die Gempener. Sie hatten mit einer Petition den Rückzug aus Brunsbüttel verlangt. Der EBM-CEO hat nun nichts besser zu tun, als genau zu kontrollieren, welchen Strommix die Petenten persönlich einkaufen und dies auch noch öffentlich zu rügen.

Die EBM muss sich an den Gedanken gewöhnen, dass ihre Politik das Vertrauen ins Unternehmen massiv getrübt hat. Und ohne Vertrauen, ist kaum jemand bereit, mehr für ein Produkt zu bezahlen, als unbedingt nötig.

Das Vertrauen wird die EBM mit der jetzigen Führung nicht mehr zurückgewinnen können, dafür braucht es einen baldigen Wechsel.

geschrieben von Kathrin Schweizer \\ tags:


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